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Sobald ein Finger eine Gitarrensaite zupft, beginnt die ganze Saite mit einer bestimmten Geschwindigkeit hin und her zu schwingen. Diese Geschwindigkeit wird als Frequenz der Vibration bezeichnet. Da eine einzelne Hin-/Herbewegung Schwingung genannt wird, verwenden wir ein Frequenzmaß namens Schwingungen pro Sekunde. Diese Maßeinheit heißt auch Hertz (abgekürzt Hz). Da Objekte oft sehr schnell schwingen – die Frequenz also sehr hoch ist –, wird sie oft in tausend Schwingungen pro Sekunde oder Kilohertz (abgekürzt kHz) angegeben.
Den Weg, den eine schwingende Saite zurücklegt, nennt man Auslenkung. Sie ist proportional zur Stärke, mit der die Saite gezupft wird. Eine größere Auslenkung führt zu einem lauteren Klang.
Wenn die einfache Hin-/Herbewegung der Saite das einzige Phänomen bei der Erzeugung eines Klangs wäre, würden alle Saiteninstrumente vermutlich ziemlich ähnlich klingen. Natürlich ist das nicht so – so einfach sind die physikalischen Gesetzmäßigkeiten nicht. Die Saite schwingt beispielsweise nicht nur in ihrer ganzen Länge, sondern auch in der halben Länge, bei einem Drittel, einem Viertel, einem Fünftel und so weiter. Diese zusätzlichen Schwingungen (Obertöne) erfolgen schneller als die Originalschwingung (Grundton), sind aber normalerweise schwächer. Unser Ohr nimmt jedoch die verschiedenen Schwingungsfrequenzen nicht einzeln wahr. Wenn dies der Fall wäre, würden wir das Schwingen einer einzigen Saite als mehrstimmigen Akkord hören. Die Schwingungen bilden vielmehr einen komplexen Klang, den wir als einzelnen Ton wahrnehmen.
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