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ProChannel ► Tape Emulator-Modul

Abbildung 1035. Tape Emulator-Modul.
A. Clip-LED B. Tape Emulator ein/aus C. Rec Level (Eingangs-Gain) D. Noise (Bandrauschen) E. Bandgeschwindigkeit F. Bias G. Verknüpfung H. Wiedergabepegel
Bei der digitalen Audiobearbeitung können Pegel bis 0 dB vorkommen, bevor unerwünschtes Clipping auftritt. Dies wird als Übersteuerung bezeichnet. Auch bei analogen Bandaufnahmen gibt es eine Obergrenze, doch anders als bei digitalem Clipping wird, wenn man sich dieser Grenze nähert, das Signal komprimiert und nur geringfügig verzerrt. Es gibt dabei in der Regel einen so genannten „Sweet Spot“ in der Größenordnung weniger Dezibel, und erst darüber treten wirklich unschöne Verzerrungen auf. Da eine solche Bandsättigung für die meisten Hörer angenehm klingt, wird sie von vielen Aufnahmetechnikern bereits seit langem als kreatives Mixingtool verwendet.
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Clip-LED. Zeigt an, ob das Eingangssignal des Tape Emulator-Moduls übersteuert. Wenn in der Signalkette von ProChannel Verzerrungen auftreten, können Sie mithilfe der Clip-LEDs feststellen, wo die Übersteuerung erfolgt.
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Tape Emulator ein/aus . Aktiviert bzw. deaktiviert das Tape Emulator-Modul.
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Noise. Hiermit stellen Sie den Pegel des Bandrauschens ein.
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Rec Level. Gestattet eine Pegeleinstellung des vorbearbeiteten Eingangssignals. Höhere Werte führen zu stärkerer Kompression/Sättigung.
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PB Level. Ermöglicht eine abschließende Lautstärkeregelung des bearbeiteten Audiosignals.
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Tape Spd. Hiermit stellen Sie die simulierte Bandgeschwindigkeit ein, die Auswirkungen auf das Kompressionsverhalten hat. Zwei Optionen stehen zur Verfügung:
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7.5 INS. Langsame Bandgeschwindigkeit mit stärkerer Kompression und warmem Klang auf Kosten höherer Frequenzen.
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15 INS. Normale Bandgeschwindigkeit mit schnellerer Kompression der Pegelspitzen.
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Bias. Magnetband hat bei niedrigen Signalstärken einen nichtlinearen Frequenzgang. Die Bandvorspannung soll die Klangtreue derartiger Aufnahmen auf Analogband verbessern, indem das Signal in den linearen Bereich der Übertragungsfunktion des Bandes überführt wird. Ergebnis sind weniger harmonische Verzerrungen in den unteren und mittleren Frequenzbereichen. Zwei Optionen stehen zur Verfügung:
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Over.  Hiermit wird die Verzerrung im unteren und mittleren Frequenzbereich insbesondere bei stimmhaften Klängen verringert, wobei eine Interaktion mit dem unter Noise eingestellten Pegel erfolgt.
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Normal. Stellt eine Normalpegel für die Verzerrung dar.
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Link. Wenn Link aktiviert ist, werden die Regler REC LEVEL und PB LEVEL miteinander verknüpft, um das Unity-Gain und damit die Balance nicht zu beeinträchtigen. Ist die Funktion deaktiviert ist, dann können die Regler REC LEVEL und PB LEVEL separat voneinander gesteuert werden.
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