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Die Installation einer Soundkarte umfasst die Hardware- und die Softwareinstallation. Die Software heißt auch Treiber. Der Soundkartentreiber ermöglicht die Kommunikation zwischen Ihrem Betriebssystem und der Soundkarte. Dieser Abschnitt soll Ihnen dabei helfen, Probleme bei der Installation von Soundkarte und Treiber zu umgehen.
Folgen Sie bei der Installation der Soundkarte auf dem PC der Bedienungsanleitung Ihrer Soundkarte. Wenn Sie eine PCI-Steckkarte oder eine andere Hardware installieren, die es erforderlich macht, das Gehäuse Ihres PCs zu öffnen, dann achten Sie sorgfältig darauf, sich zu erden, damit Komponenten nicht durch statische Elektrizität beschädigt werden. Berühren Sie dazu das Metallgehäuse Ihres Computers, bevor Sie die Steckkarte aus ihrer Verpackung nehmen. Statische Elektrizität kann die Schaltkreise auf der Soundkarte beschädigen.
In der Regel sind die neueren WDM-Soundkartentreiber (WDM = Windows Driver Model), die die meisten Hersteller für ihre Karten zur Verfügung stellen, den älteren MME-Treibern (Multi-Media Extensions) vorzuziehen. Wenn Ihr Soundkartenhersteller einen WDM-Treiber anbietet, sollten Sie diesen verwenden. Die folgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Eigenschaften.
Tabelle 260.  
Nicht jeder Soundkartenhersteller bietet einen WDM-Treiber an.
Hinweis: Wenn Sie zwei oder mehr Soundkarten gleichzeitig verwenden und nicht für alle Soundkarten WDM-Treiber verfügbar sind, müssen Sie die WDM-Treiber so konfigurieren, dass sie sich wie MME-Treiber verhalten. Rufen Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Audio - Wiedergabe und Aufnahme auf und wählen Sie MME in der Liste Treibermodus aus.
Ein IRQ (Interrupt Request, Unterbrechungsanforderung) legt fest, über welchen Anschluss der Prozessor von einem Gerät unterbrochen werden kann, wenn dieses einen Vorgang beendet hat. Auf einem PC gibt es 16 IRQs. Normalerweise werden drei oder vier IRQs vom System belegt, so dass 12 oder 13 von anderen Geräten verwendet werden können, zum Beispiel von Druckern, USB-Geräten, Festplatten, Diskettenlaufwerken, Tastaturen und Soundkarten. Einige dieser Geräte können einen IRQ mit anderen Geräten teilen, was jedoch häufig Nachteile mit sich bringt. Bei Soundkarten, die eine hohe CPU-Auslastung in Anspruch nehmen, stellt dies ein großes Problem dar. IRQ-Konflikte können dazu führen, dass Ihr Computersystem stehen bleibt, nicht ordnungsgemäß gestartet werden kann oder Ihre Soundkarte nicht erkennt. Manchmal wird dieses Problem nur deutlich, wenn Sie ein Gerät verwenden, das seinen IRQ mit einem anderen Gerät teilt.
Neuere Mainboards verwenden oftmals eine Technik namens ACPI (Advanced Configuration and Power Interface), die die IRQ-Zuordnung steuert und die IRQ-Einstellungen des Mainboards überschreibt. Der Einsatz von ACPI kann – ähnlich wie Plug & Play – zur gemeinsamen Verwendung von IRQs und damit zu Problemen mit Ihrer Soundkarte führen.
Am einfachsten lässt sich ein Konflikt durch Entfernen der Hardwarekomponente lösen, die einen Konflikt mit der Soundkarte verursacht. Dies ist natürlich nicht immer möglich. Wenn Sie jedoch über ein Modem, eine Netzwerkkarte oder ein anderes Hardwaregerät verfügen, das Sie gar nicht verwenden, kann durch Entfernen eines dieser Geräte (und der entsprechenden Treiber) möglicherweise ein IRQ für Ihre Soundkarte freigegeben werden.
Manchmal können Sie die IRQ-Einstellung einer Soundkarte ändern, indem Sie diese in einen anderen PCI- beziehungsweise ISA-Steckplatz einsetzen oder mehrere andere Steckkarten umstecken. Deinstallieren Sie dazu zunächst sowohl die Steckkarte als auch den zugehörigen Treiber, stecken Sie die Karte dann in einen neuen Steckplatz und installieren Sie die Treiber wieder neu. Überprüfen Sie nach diesem Vorgang die IRQ-Zuordnung.
Wenn das Verschieben oder Entfernen von Hardware nicht hilft, können Sie vielleicht das System-BIOS verwenden, um IRQ-Einstellungen zu ändern. Lesen Sie in der Dokumentation des Mainboards nach, ob die IRQ-Zuweisungen im BIOS geändert werden können.
Wenn Sie auf einem ACPI-System auf IRQ-Konflikte stoßen, können Sie versuchen, ACPI zu deaktivieren. Wie dies funktioniert, hängt von Ihrem Betriebssystem, dem BIOS und dem Mainboard selbst ab. Schlagen Sie in der Dokumentation Ihres PCs nach, oder wenden Sie sich an den Kundendienst des PC-Herstellers.
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Verwenden Sie nach der Installation einer neuen Soundkarte grundsätzlich den Wave-Profiler des Cakewalk-Programms. Der Wave-Profiler ermittelt die für Ihre Soundkarte geeigneten Einstellungen.
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Lesen Sie die Dokumentation zu Ihrer Soundkarte. Sie können eine Menge Zeit sparen, indem Sie sich über Ihre Hardware informieren, bevor Sie diese verwenden. Viele Soundkarten haben eigene Bedienoberflächen, über die Sie die Einstellungen der Karte festlegen können.

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